Expert Shipping Service

Marine Consulting

„Man kann nicht alles wissen und auch nicht alles können. Aber man muss wissen, wen man fragen kann; zum Beispiel das Team von Expert Shipping Service.“

Siegmar Böttcher in Anlehnung an den Volksmund

„Man kann nicht alles wissen und auch nicht alles können. Aber man muss wissen, wen man fragen kann; zum Beispiel das Team von Expert Shipping Service.“

Siegmar Böttcher in Anlehnung an den Volksmund

Marine Consulting & Offshore Services

Unsere Leistungen im Überblick

Schadensbesichtigungen und Ermittlung von Schadensursachen, Zustandsbesichtigungen von Seeschiffen einschließlich Bargen, Schleppern und Offshore-Fahrzeugen

Risikoanalysen und -bewertungen von geplanten maritimen Projekten wie Schwergutumschlag und Verschiffung, Errichtung von Offshore-Anlagen

Audits von Schiffsbesatzungen und maritimer Landorganisationen

Marine Warranty Surveys mit Schwerpunkt im Bereich Offshore Wind

Für eine kommerzielle Nutzung von Seeschiffen und anderen maritimen Fahrzeugen sollten die Eigner, Investoren, Hypothekenbanken und Shareholder den Zustand genau kennen

Mit dem Resultat eines Condition Survey erhalten Sie eine fundierte Ist-Analyse.

Möchte ein Eigner den Zustand seines Schiffes in Erfahrung bringen und verwertbar dokumentieren lassen, kann er Expert Shipping Service als externen Dienstleister mit einer Zustandsbesichtigung beauftragen.

Je nach Auftrag erhalten die Eigner, Investoren und Banken nach unserem Condition Survey eine Empfehlung über Maßnahmen zur Gewährleistung der See- und Ladungstüchtigkeit

  • Sofort notwendige Reparaturen einschl. geschätzte Reparaturkosten und –zeit
  • Welche Reparaturen sollten mittelfristig durchgeführt werden?
  • Welche Reparaturen können bis zur nächsten Klassedockung zurückgestellt werden?

Darüber hinaus geben wir unseren subjektiven Eindruck über die Safety Awareness der Besatzung wieder. In welchem Zustand wurden zum Beispiel die Feuer- und Rettungsmittel vorgefunden?

Für eine kommerzielle Nutzung von Seeschiffen und anderen maritimen Fahrzeugen sollten die Eigner, Investoren, Hypothekenbanken und Shareholder den Zustand genau kennen

Mit dem Resultat eines Condition Survey erhalten Sie eine fundierte Ist-Analyse.

Möchte ein Eigner den Zustand seines Schiffes in Erfahrung bringen und verwertbar dokumentieren lassen, kann er Expert Shipping Service als externen Dienstleister mit einer Zustandsbesichtigung beauftragen.

Je nach Auftrag erhalten die Eigner, Investoren und Banken nach unserem Condition Survey eine Empfehlung über Maßnahmen zur Gewährleistung der See- und Ladungstüchtigkeit

  • Sofort notwendige Reparaturen einschl. geschätzte Reparaturkosten und –zeit
  • Welche Reparaturen sollten mittelfristig durchgeführt werden?
  • Welche Reparaturen können bis zur nächsten Klassedockung zurückgestellt werden?

Darüber hinaus geben wir unseren subjektiven Eindruck über die Safety Awareness der Besatzung wieder. In welchem Zustand wurden zum Beispiel die Feuer- und Rettungsmittel vorgefunden?

Schaden besichtigen, vor Ort operativ handeln

Ein Schiff ist auf Grund gelaufen, der Eigner oder sein technischer Manager benötigt Hilfe durch einen Routinier – Expert Shipping Service berät bzw. agiert im Auftrag des Eigners.

Wir stellen einen Experten, der vor Ort

die Lage analysiert

einen Maßnahmenkatalog mit dem dazugehörigen „Plan A“ und „Plan B“ erstellt und

deren Durchführung überwacht bzw. leitet.

Dies alles erfolgt mit dem Ziel, das Schiff schnellstmöglich bei minimalen Kosten für die Eigner wieder in Fahrt zu bringen.

Erfahren Sie mehr zu unseren umfangreichen Leistungen in der maritimen Schadensbearbeitung.

Schadensregulierung

Banken brauchen Sicherheiten – und belastbare Informationen

Wann immer die Hypothekenbank, der Eigner, der Investor oder der Insolvenzverwalter eine zweite Meinung zu eingereichten Kosten für eine außerplanmäßige Schiffsreparatur benötigt, erstellen wir anhand der eingereichten Unterlagen kombiniert mit unseren fundierten Erfahrungen eine Expertise. Wenn es notwendig wird, führen wir auch ein Condition Survey durch.

Shipping Experience

Erfolgreich verhandeln, frühzeitig belastbare Ergebnisse erreichen – mit unserer Erfahrung überbrücken wir Trennendes

Gerade bei komplexen Sachverhalten mit einer Gemengelage von verschiedenen involvierten Interessen können wir bei einer zeitnah durchgeführten Besichtigung unser Know-how als Koordinator zielführend einsetzen. Warum? 
Wir sind nicht auf eine Interessenpartei festgelegt. Wir arbeiten zum Beispiel in einem Projekt für eine finanzierende Bank und im nächsten Projekt für die Eigner oder für die Versicherer eines Offshore-Windparks. 
Durch Aufträge von Parteien mit unterschiedlichen Aufgaben bzw. Interessen in verschiedenen, sich ähnelnden Projekten müssen wir jeweils unterschiedliche Positionen und Sichtweisen zur Erfüllung unserer Aufgabe einnehmen.
Die Kenntnisse darüber, wie die verschiedenen involvierten Parteien aus ihrer Sicht ein komplexes Problem lösen möchten bzw. auch müssen, hilft uns, eine praktikable Lösung für unseren jeweils aktuellen Auftraggeber zu finden.

Und zwar eine Lösung, die im Ansatz nicht nachhaltig die Geschäftsbeziehung unseres Auftraggebers zu dessen Kunden schädigt.

Die Fähigkeit, sich in die jeweils andere Seite hineinzuversetzen, bringt uns in die Lage, die involvierten Interessen zu koordinieren und zügig ein tragbares Konzept für die Lösung eines komplexen Sachverhaltes im Sinne unseres Auftraggebers zu erarbeiten.

Marine Consulting von Expert Shipping Service – wir bringen Sie voran.

Überprüfung von Reparaturkosten und Folgekosten nach einem Maschinenschaden

Hat der Schiffseigner richtig gehandelt?

Der Eigner hatte nach einem Maschinenschaden eine Verschleppung des Schiffes zu einem Reparaturplatz mit optimalen Bedingungen für eine Reparatur in einer guten Qualität veranlasst. Die Reparatur war erfolgreich, allerdings hatte der Eigner einen kommerziellen Verlust in Höhe der zweifachen Reparaturkosten. Des Weiteren hatte das Schiff seine Beschäftigung verloren. Der Charterer hatte sein Recht unter der Charter Party zur vorzeitigen Kündigung wahrgenommen.

Expert Shipping Service wurde vom Insolvenzverwalter der Schifffahrtsgesellschaft beauftragt, zu überprüfen, inwieweit die Kosten und Aufwendungen des Eigners im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Maschinenschaden stehen. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob diese Kosten und Aufwendungen der Höhe nach dem Schaden zuzuordnen sind.

Der Eigner des Schiffes hatte sich auf die technischen Probleme der Hauptmaschine konzentriert. Der Kaskoversicherer für das Schiff hatte sich bei seinen Empfehlungen und Anforderungen an den Eigner ausschließlich an den vereinbarten Versicherungsbedingungen orientiert.

Expert Shipping Service rekonstruierte zunächst, was passiert war: Während einer Ladungsreise erlitt das Schiff einen Maschinenschaden, der auf See nicht repariert werden konnte. Der Eigner orderte einen Schlepper. Der Eigner und sein Kaskoversicherer waren sich einig, dass der Bestimmungshafen für die notwendigen Reparaturen nicht geeignet ist. Beide vermuteten, eine Reparatur könne durch lokale Gesetze verzögert werden, und zweifelten an der Qualität der Reparatur durch die lokale Werft. Der Eigner entschied, das Schiff mit der Ladung an Bord direkt zu einem anderen Hafen schleppen zu lassen, obwohl die Distanz zum Reparaturhafen größer war als die zum Bestimmungshafen. Der Kaskoversicherer widersprach dieser Maßnahme nicht.

Im Reparaturhafen musste vor der Reparatur ein Teil der Ladung an der benachbarten Hafenanlage gelöscht werden, um die Reparatur durchführen zu können. Der Eigner entschied sich bei dieser Gelegenheit, dort die gesamte Ladung zu löschen und erklärte gegenüber dem Charterer sowie gegenüber den Ladungseigentümern „Große Haverei“.
Während der Löscharbeiten kam es zu einem größeren Ladungsschaden. Weitere Schäden entstanden an der Kühlladung im Lagerhaus.

Die Gesamtkosten für die Reparatur, Hafen-, Umschlags- und Schleppkosten einschließlich Loss of Hire betrugen mehrere Millionen USD zuzüglich Ladungsschäden.

Der Kaskoversicherer erstattete die Reparatur des Partschadens abzüglich der Franchise. Desweiteren wurden nur die Löschkosten bezahlt, die für eine Reparatur notwendig waren, nicht die gesamten Löschkosten. Der Kaskoversicherer erstattete etwa ein Viertel der Gesamtkosten, die dem Eigner entstanden waren, hauptsächlich anteilige Kosten für die Verschleppung und für die Reparatur. In der Erstattung eingeschlossen waren auch die Beiträge, die der Eigner gemäß der Dispache zur Großen Haverei leisten musste.

Mit Beginn der Deviation von der geplanten Ladungsreise setzte der Charterer das Schiff „Off Hire“. Der LoH-Versicherer kürzte seine Leistung nicht nur in Höhe der Franchise. Abgezogen wurde auch die Zeit, die der Charterer das Schiff bei einer Verschleppung zum Bestimmungshafen (war auch die kürzeste Distanz) nicht hätte „Off Hire“ setzen können. Konkret handelte es sich um die verbliebenen geplanten Reisetage und die Zeit, die für den Ladungsumschlag im Bestimmungshafen benötigt worden wäre.

Auch der Dispacheur hatte nicht alle Kosten unter einer Großen Haverei anerkannt. Es wurden nur die Kosten berücksichtigt, die entstanden wären, wenn das Schiff – in diesem Fall – zum Bestimmungshafen verschleppt worden wäre.

Unter der Großen Haverei wurden nicht verteilt: Ein Teil der Verschleppungskosten zum Reparaturplatz, keine Hafenkosten einschließlich Anlaufkosten und keine Umschlagskosten für Ladung, die für den Bestimmungshafen an Bord war. Diese Kosten hätte der Charterer tragen müssen, wäre das Schiff auf dem kürzesten Wege zum eigentlichen Bestimmungshafen geschleppt worden.
Auch die Transportkosten für die Ladung vom Reparaturhafen zum ursprünglich avisierten Löschhafen wurden nicht erstattet bzw. vom Charterer eingeklagt.
Die Kosten für Heuern und Verpflegung sowie Bunkerkosten wurden nur in der Höhe erstattet, die bei einer Verschleppung zum Bestimmungshafen angefallen wären.

Da der P&I-Club über die Deviation zum Reparaturhafen nicht informiert wurde, stand der Deckungsschutz für die Ladungsschäden in Frage. Nach langen Verhandlungen erreichte der Schadensbearbeiter des Eigners einen kommerziellen Kompromiss mit dem Versicherer. Damit hatte der Eigner nicht nur die Franchise, sondern auch noch einen Teil der Haftpflichtansprüche zu tragen.
Die Schäden an der Ladung verringerten die beizutragenden Werte unter der Großen Haverei. Dies wiederum führte zu höheren, anteiligen Beitragswerten für den Eigner und den anderen Beteiligten an der „Havarie Grosse“.

Bei der Entscheidung für eine zügige Reparatur in einer gewünschten Qualität hatte der Eigner nicht seine Verpflichtungen gegenüber den anderen involvierten Vertragsparteien bzw. Geschäftspartnern beachtet. Dies führte für den Eigner zum Verlust eines höheren siebenstelligen Betrages.

Eine naheliegende Alternative war eine Verschleppung zum Bestimmungshafen, Auslieferung der Ladung gegen Sicherheiten nach den Regeln einer Großen Haverei und eine Notreparatur für die Versegelung zu einem anderen Reparaturort.
Der Eigner hätte somit nur die Franchisen unter seinen Versicherungspolicen Seekasko, LoH und P&I zahlen müssen.

Wird die Kundenzufriedenheit des gemeinsamen Kunden „Ladungsempfänger“ in den Mittelpunkt gestellt, ergibt sich eine weitere Alternative:

  • Verschleppung zum Bestimmungshafen und Auslieferung der Ladung (einschließlich der geringen Ladungsmenge für den nächsten Bestimmungshafen)
  • Keine Erklärung einer Großen Havarei gegenüber den Ladungseignern
  • Der Eigner, der Charterer und der Kaskoversicherer einigen sich auf eine kommerzielle Lösung betreffs der Kosten, die unter den Regeln der Großen Havarei vergütungswürdig wären
  • Keine Kosten, die durch eine Aufmachung einer Großen Havarei entstehen würden
  • Die Ladungseigner zahlen keine Beitragswerte gemäß den Regeln der Großen Havarei
  • Es erfolgt eine schnellere Ablieferung der Ladung an die Empfänger

Übereilte Entscheidungen in Schadensfällen können zu erheblichen kommerziellen Verlusten führen. Expert Shipping Service frühzeitig hinzuzuziehen, bewahrt Eigner, Versicherer und Dritte vor langwierigen Verhandlungen, weil wir zügig Lösungen erreichen, denen alle Parteien zustimmen können.

Bergung eines abgebrochenen Rotorblattes

2015

Abgebrochenes Rotorblatt einer Windenergieanlage im Windpark Nordsee-Ost

Erstellung von kundenbezogenen Methoden-Statements und Risikobewertungen

Expert Shipping Service als Partner für die Planung der Bergung
Im Jahr 2015 brach während des normalen Betriebs einer Windkraftanlage in der Nordsee ein Rotorblatt ab und fiel ins Meer. Aufgrund von gesetzlichen Anforderungen ist der Windparkbetreiber verpflichtet, alle Rückstände vom Meeresboden zu entfernen, die durch den Betrieb des Windparks verursacht werden. Deshalb hatten der Windparkbetreiber und der Turbinenhersteller (unser Auftraggeber) die Bergung des abgebrochenen Rotorblattes zu planen und durchführen zu lassen.

 

Marine Warranty Surveyor für das Bergungsprojekt
Expert Shipping Service wurde vom Auftraggeber als Marine Warranty Surveyor (MWS) für das Bergungsprojekt bestellt. Während des Meetings zur Gefahren- und Machbarkeitsanalyse (HAZOP) wurde mit allen Teilnehmern die gesamte Operation diskutiert.

 

Vor einer Bergung: Risiken bewerten
Die Herausforderung bestand darin, alle operativen Schritte und Risiken des Projektes zu identifizieren, um den Bergungsauftrag sicher und adäquat auszuführen. Während des Treffens konnte die Bergungsoperation noch nicht hinreichend beschrieben werden. Insbesondere galt es, die Risikoanalyse und mögliche Maßnahmen zur Risikominimierung zu vervollständigen. Die Verantwortlichkeiten und deren Übergang zu den verschiedenen involvierten Parteien einschließlich der notwendigen Kommunikationswege mussten eindeutiger definiert werden.

 

Hier war Expert Shipping Service mit seinen Erfahrungen aus ähnlichen Aufgabenstellungen gefordert.

Unterstützung vor Ort: Mit seiner Erfahrung konnte Expert Shipping Service seinem Kunden mit eigenen Mitarbeitern umfassende Unterstützung bieten bei

  • der Identifizierung aller notwendigen Arbeitsschritte und Risiken
  • der Erarbeitung der Methoden-Statements
  • Risikobewertungen mit den Mitarbeitern

Expert Shipping Service und der Turbinenhersteller als unser Auftraggeber erörterten und identifizierten in täglichen Arbeitsbesprechungen alle notwendigen Arbeitsschritte und Risiken für die geplante Bergungsaktion. Die Ergebnisse führte Expert Shipping Service in den Methoden-Statements und Risikobewertungen für alle involvierten Parteien zusammen. Aus dieser Vorarbeit ging das Konzept für die Bergungsaktion hervor – ein wesentlicher Baustein, um die Rettungsaktion erfolgreich anzuschließen.

Kommerzielles Risiko auf ein
Minimum reduzieren

Durch die sehr gute Vorbereitung konnte Expert Shipping Service das kommerzielle Risiko für den Auftraggeber minimieren und dazu beitragen, die gute Reputation des Kunden nicht zu gefährden.

Bergung im festgelegten Zeitrahmen
erfolgreich durchführen

Mit den Erfahrungen von Expert Shipping Service als maritimer Berater konnte das außergewöhnliche Projekt innerhalb der gewünschten Zeit bewältigt werden.

Möglichkeiten für Kosteneinsparungen
erkennen und nutzen

Mit detaillierter Vorarbeit konnten wir dazu beitragen, dass die Kosten für die Bergung unterhalb der vorher definierten Budgetgrenze bleiben. So haben wir zum Beispiel Einsparungen bei der Miete des Jackup-Schiffes und seiner Besatzung, bei der Tauchfirma, der ROV-Firma und anderen Subunternehmern erreicht.

„Ich war froh, auf die Unterstützung eines so erfahrenen Kollegen zurückgreifen zu können und kann Expert Shipping Service besten Gewissens weiterempfehlen.“

Finn Kleinwort, verantwortlicher Site Manager Spezial-Operation NO 17, Project
Management Offshore, Senior Expert Offshore Installation

„Ich war froh, auf die Unterstützung eines so erfahrenen Kollegen zurückgreifen zu können und kann Expert Shipping Service besten Gewissens weiterempfehlen.“

Finn Kleinwort, verantwortlicher Site Manager Spezial-Operation NO 17, Project
Management Offshore, Senior Expert Offshore Installation